Rating: Star Star Star Star Star (1)

Author: Xenija Koroleva

Kohle, Mäuse, Piepen

Tula 26. 07. 2004

Wieviel Geld brauchen die Jugendlichen heutzutage?

Ein paar Beispiele, wie junge Leute mit ihrem Geld zurechtkommen.

KOHLE, Mäuse, Piepen, Knete, Schotter: Geld allein macht bekanntlich nicht glücklich, obwohl sein Besitz ungemein beruhigend wirkt. Kinder und Jugendliche, die über eigenen "Kies" im Portemonnaie verfügen möchten, sind dabei meistens auf den finanziellen Segen ihrer Eltern angewiesen. Welche Beträge kassieren die Kids ein, und gibt es ein Auskommen mit dem Einkommen "Taschengeld"? Vier Jugendliche legen ihre Finanzen offen

`Ich gebe mein Geld für Klamotten, Zeitschriften, CDs und sowas aus`, erzählt Stefanie Reiner (16), die monatlich von ihren Eltern 60 Euro erhält. `Eigentlich geht alles dabei drauf, aber wenn ich etwas Bestimmtes haben will, dann spare ich auch. Und oft bekomme ich noch Geld dazu, wie zum Beispiel für meine Rollerblades!` grinst sie und deutet in Richtung ihrer Füße. Nebenbei verdient sich das Mädchen durch Nachhilfe oder Babysitten ein bißchen hinzu, `und manchmal nerve ich meine Mutter, falls ich Geld brauche`. Stefanie ist mit ihrem Taschengeld zufrieden und findet es in Ordnung, daß die 13-jährige Schwester sich mit einer geringeren Summe begnügen muß. `Ich habe ja in ihrem Alter auch weniger bekommen.`

Pro Woche kriege ich 30 bis 40 Euro, das ist immer unterschiedlich`, meint Linda Schütz zum Thema. `Meine Eltern sind geschieden, und das Taschengeld gibt mir mein Vater, wobei mir meine Mutter auch noch was zusteckt. Außerdem bekomme ich für viele Sachen extra Geld; Kino und so muß ich nicht selbst bezahlen.` Linda (16) benötigt ihre `Mäuse` nach eigenen Angaben ausschließlich für Zigaretten und Kleidung. `Bei Klamotten steuert mein Vater ebenfalls Geld zu, und dafür muß ich manchmal abwaschen oder Wäsche aufhängen. Einmal wöchentlich gehe ich außerdem regelmäßig Babysitten: Das macht Spaß und lohnt sich, denn dadurch hab' ich eigentlich immer genug Geld.`

Der 13-jdhrige Kristian kann mit seiner Barschaft nicht viel anfangen, behauptet er. `Also ich muß mir noch was dazuverdienen. Wir haben ein großes Haus, und ich muß immer von ganz oben bis unten die Treppe fegen und wischen. Meine Mutter meckert oft, ich würde ihr zuviel Geld abnehmen. Aber sie gibt mir nur 20 Euro am Tag, und damit komme ich nicht hin. Wenn ich morgens etwas gekriegt habe, dann versuche ich es deshalb abends nochmal das klappt jedoch nicht immer!` gibt der Junge zu. Kristian investiert sein Taschengeld in Bonbons und Überraschungseier, wobei er meint, alle Jugendlichen sollten mehr Geld zur Verfügung haben. `Hundert Euro in der Woche!!! Ich würde es übrigens nicht für Zigaretten ausgeben, sondern mir dann lieber CDs kaufen`, betont der Schüler.

Andreas sieht hingegen keinen Grund, sich über seine monatlichen Bezüge zu beschweren. Seine Eltern haben das Taschengeld kürzlich unverhofft von 50 auf 70 Euro erhöht. `Ich habe ein Kaninchen, für das ich sorgen muß, und das kostet mich schon 30 Euro im Monat,` sagt der 14-jdhrige. Gewöhnlich gibt Andreas seine `Kröten` für Compact Discs aus, `aber jetzt habe ich mir gerade Rollerblades zusammengespart. Ich komme gut damit aus, bestätigt er, auch wenn manche seiner Mitschüler und Bekannten wesentlich größere Summen einstreichen. `Einer meiner Freunde kriegt von seiner Mutter, der Tante und der Oma insgesamt dreihundert Euro alle vier Wochen. Und eigentlich finde ich es ganz gut, denn so kann man sich mehr selber kaufen, was man braucht, wie Klamotten.` Andreas hat einige Zeit sein Taschengeld mit dem Austragen von Zeitungen aufgebessert, `aber das wurde mir irgendwann zu kalt draußen. Da verzichte ich lieber.`

Gallery

previous
next

Comments

  Name Title Datum
  No comments yet

Add comment:

Ochrana proti spamu. Kolik dnů má týden



Select language

Login

Enter | Register